Allergien

Allergien

Eine Allergie ist eine Reaktion des Körpers auf einen nicht infektiösen Fremdstoff. Der Körper reagiert mit Entzündungszeichen und Bildung von Antikörpern.

Es gibt verschiedene Arten von Allergien:

Dazu gehört einmal die Duftstoffallergie.

Allergien des Typ IV werden auch als verzögerter Typ oder als Spättyp bezeichnet. Nach einem oder mehreren Kontakten mit dem Allergieauslöser (dem Allergen) kommt es zur sogenannten Sensibilisierung. Der Körper stuft einen eigentlich harmlosen Stoff als bedrohlich ein – und mobilisiert sein Immunsystem.

Allergie-Symptome treten bei einer Allergie Typ IV typischerweise mit einer gewissen Zeitverzögerung auf – zum Beispiel erst einige Stunden bis Tage, nachdem man in Berühung mit dem Allergieauslöser kam.

Bei der Duftstoffallergie findet der Kontakt mit dem Allergen über die Haut statt – beispielsweise dann, wenn ein Parfüm aufgetragen wird. “An der Kontaktstelle kommt es zu Juckreiz, Rötung und Schwellung”, sagt Doktor Sahan, “oft allerdings erst zwei bis drei Tage später”. Das macht es für Patienten schwierig, Symptome einem ganz bestimmten Stoff zuzuordnen, erklärt der Allergie-Experte. Hält der Kontakt länger an, kann es zur Schuppung und zur chronischen Hautentzündung – einem allergischen Ekzem – kommen.

Die bekannteste Allergie ist der Heuschnupfen.

Er ist die häufigste Allergie in den Industrieländern. Anders als zu vermuten steht, sind die Betroffenen aber weder allergisch auf Heu noch permanent erkältet. Vielmehr machen ihnen Pflanzenpollen, kleinste Blütenstaubteilchen von Bäumen, Gräsern und Kräutern in der Luft zu schaffen.

Die auch “Pollinosis” oder saisonaler allergischer Schnupfen genannte Pollenallergie ist an die Zeit des jeweiligen Pollenfluges gebunden, Hauptsaison: April bis August. Bei klarem Wetter können Spätblüherpollen noch bis September oder Oktober aktiv sein und Allergikern Beschwerden bereiten. Oder es schwärmen bereits im Februar oder März die ersten Frühblüherpollen aus. Entsprechend allergische Menschen haben manchmal sogar schon im Dezember oder Januar Heuschnupfensymptome.Niesattacken, Fließschnupfen und verstopfte Nase, juckende, brennende oder tränende Augen – das sind die kennzeichnenden Symptome eines allergischen Schnupfens. Dementsprechend diagnostizieren Ärzte eine allergische Rhinokonjunktivitis.

Viele Betroffene verspüren zudem einen unangenehmen Juckreiz oder ein Brennen im Hals, an der Rachenschleimhaut. Auch neigen manche Patienten mit allergischem Schnupfen zu Entzündungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, etwa in den Nasennebenhöhlen: Mitunter reagieren die Schleimhäute hier auf verschiedene Reize, etwa Luftschadstoffe und Pollen, besonders empfindlich. Schwellungen können den Sekretfluss und die Belüftung behindern.

Sonnenallergie – eine Reaktion auf das UV Licht der Sonne

Sonnenallergie wird als umgangssprachliches Wort für unterschiedliche Erkrankungen verwendet bei denen das UV Licht der Sonne eine wesentliche Rolle spielt.

Eine Polymorphe Lichtdermatose kann über Jahre hinweg immer wieder Beschwerden verursachen. Nicht selten bessert sie sich aber auch im Laufe der Zeit von selbst. Auf den Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt waren, bilden sich nach Stunden oder wenigen Tagen stark juckende, fleckige Rötungen. Dann entstehen meist Knötchen (Papeln) oder Bläschen. Die Hautveränderungen können sich von Patient zu Patient stark unterscheiden.

Eine weitere Allergie die auftreten kann ist die Nahrungsmittelallergie.

Kuhmilch, Hühnerei, Fische und Nüsse zählen zu den wertvollsten Nahrungsmitteln des Menschen – können aber auch Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen. Die Symptome einer solchen Reaktion reichen von Hautveränderungen, Übelkeit und Durchfallbis hin zu Atemnot und Kreislaufversagen mit Todesfolge.

Um eine Nahrungsmittelallergie zu diagnostizieren sind Haut- und/oder Bluttests notwendig. Mit einer oralen Provokation kann der Allergieauslöser dann dingfest gemacht werden. Dabei erhält der Betroffene das fragliche Nahrungsmittel in steigenden Mengen zu schlucken, während die Reaktion darauf von einem Arzt überwacht wird. Weil dabei auch lebensbedrohliche Symptome auftreten können (Atemnot, Kreislaufversagen), sollte eine orale Provokation nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Die Provokation kann bei eindeutiger Vorgeschichte unterbleiben, etwa wenn wiederholt kurz nach dem Genuss beispielsweise von Nüssen allergische Reaktionen aufgetreten sind.

Es kann auch zu allergischen Reaktionen auf Insektenstiche kommen.

Die Stiche für die meisten Menschen harmlos, wenn auch schmerzhaft. Gegen die Quaddeln und Papeln hilft eine Kühlpackung oder ein Gel aus der Apotheke. Schlimmstenfalls reagiert ein Gestochener aber so stark auf das Insektengift, dass innerhalb weniger Minuten Kreislauf- und Atembeschwerden auftreten. Durchschnittlich sterben jedes Jahr 20 Menschen in Deutschland an einem allergischen Schock aufgrund eines Insektenstichs. “Prinzipiell kann das jeden treffen, auch wenn frühere Stiche nur normale Reaktionen hervorgerufen haben”, warnt Experte Fuchs. Selbst bei Imkern sei eine solche Entwicklung grundsätzlich möglich. In diesen Fällen gilt: Sofort den Notarzt rufen (Tel. 112)!
Menschen, die wissen, dass sie eine Allergie auf Insektengifte haben, sollten stets ein Notfallset griffbereit haben. Es besteht aus mehreren Medikamenten, die der Arzt verschreiben muss. Neben Kortison und einem Antihistaminikum in flüssiger Form enthält es ein Präparat mit Adrenalin, das sich der Patient selbst in den Oberschenkel spritzen kann – oder jemand anders übernimmt das. Weil die Wirkung sofort einsetzt, ist das Medikament für Betroffene lebensrettend.

Was früher unter dem Begriff Hyposensibilisierung bekannt war, gilt heute als wichtigste vorbeugende Behandlung für Allergiker. Dabei wird dem Patienten das Gift zunächst in sehr niedriger und dann in ständig steigender Dosierung unter die Haut des Oberarms gespritzt. Dadurch kann der Körper eine Toleranz entwickelnauf Insektengifte haben, sollten stets ein Notfallset griffbereit haben. Es besteht aus mehreren Medikamenten, die der Arzt verschreiben muss. Neben Kortison und einem Antihistaminikum in flüssiger Form enthält es ein Präparat mit Adrenalin, das sich der Patient selbst in den Oberschenkel spritzen kann – oder jemand anders übernimmt das. Weil die Wirkung sofort einsetzt, ist das Medikament für Betroffene lebensrettend.